Zu den bekanntesten Fernwartungstools, die auch mit legalen Absichten eingesetzt wurden und werden zählt das Programm Optix Pro von der US-amerikanischen Firma Evil Eye Software.
Der Entwickler mit dem geheimnissvollen Pseudonym “s13az3″ schenkte der Hackerwelt ein vom Funktionsumfang her durchaus beachtliches Delphi-Kunstwerk, das in den Versionen 1.0, 1.1, 1.2, 1.3, 1.31, 1.32 und 1.33 verfügbar ist. Die letzte Version stammt vom 4. August 2004, die Entwicklung wurde danach eingestellt. Die Beliebtheit der Software unterstreichen über 350.000 Downloads allein auf der Entwicklerseite. Neben der Pro-Version gibt es auch eine etwas abgespeckte Lite-Variante, die Veröffentlichung der letzten Version 5.01 datiert vom 15. Oktober 2002.
Wie bei allen Fernwartungstools existiert eine Client- und eine Serverkomponente, der Lauschport ist frei wählbar. Eingebaut wurde die Möglichkeit den Server mit anderen ausführbaren Programmen zu verschmelzen was das Tool zu einem klassischen Trojanisches Pferd macht. In seinen Hochzeiten wurde Optix Pro vor allem über Filesharing-Netzwerke, Usenet Newsgroups, E-Mails oder Instant Messaging verbreitet.
Der bereits angesprochene beträchtliche Funktionsumfang umfasst u.a. das Mitlesen von Tastatureingaben, das Übertragen von Webcambilder, Down- und Upload beliebiger Dateien, Ausführen von Programmcode, volle Kontrolle über Maus und Tastatur sowie das Generieren beliebiger Fehler-, Warn- oder Info-Meldungen.
Besondere Berühmtheit erlangte Optix Pro durch die “Backdoor in der Backdoor”. Wie bekannt wurde existierte für alle Versionen bis 1.2 nämlich ein vom Entwickler eingebautes Master-Passwort (kjui3498fjk34289890fwe334gfew4ger$”sdf). s13az3 bestätigte dies Anfang 2004 woraufhin die Popularität der Backdoor deutlichen Schaden nahm.