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Abzocke im Internet - Die dreistesten Betrügereien der Internetmafia


Back Orifice

Legendär im Bereich der Fernwartungstools ist das kleine Backdoorprogramm Back Orifice BO, dessen Name auf eine ehemalige Produktlinie von Microsoft mit Namen “Back Office” persifliert Bezug nimmt (mittlerweile in dieser Form nicht mehr auf dem Markt).

Die Anfänge von Back Orifice liegen im Jahr 1998, die bekannte Hackergruppe Cult of the Dead Cow (bereits seit 1984 tätig) veröffentlichte damals die erste Version der Software, die - wie bei einem Fernwartungstool üblich - gleichermaßen legal wie illegal eingesetzt werden kann. Die versteckte Nutzung ist möglich, da der BO Server weder durch ein Symbol angezeigt wird noch in der Task-Liste auftaucht. Der BO Client ist bei installiertem Server und Bekanntheit der hinter dem Server stehenden IP-Adresse dazu in der Lage, den “infizierten” Computer ( ob absichtlich oder unabsichtlich) fernzusteuern. Der Einsatz dieses Urahns aller Fernsteuerungsprogramme ist natürlich illegal, wenn der jeweilige Nutzer des kontrollierten PCs dem Einsatz nicht zugestimmt hat. Fast alle Antivirenprogramme stufen die Software daher als Malware ein.

Zum Leistungsumfang der Software, die im Gegensatz zu vielen anderen historischen Malwareprogrammen bis vor kurzem weiterentwickelt wurde (die letzte Version 1.1.6 stammt vom März 2007), gehören das Löschen, Down- und Uploaden von Dateien, das Ausführen von Programmen, das Ändern von Konfigurationseinstellungen, die Kontrolle über Maus und Tastatur, das Mitlesen von Tastenanschlägen, das “Fotografieren” des Bildschirminhaltes sowie einige “Fun-Features” wie Neustarten des Rechners, Einblenden beliebiger Dialogfenster und Ein- oder Ausschalten der Kamera.

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Info:
Back Orifice ist Beitrag Nr. 17
Author:
admin am 11. Dezember 2008 um 10:21
Kategorie:
Historisches
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