Die Bundestagswahl steht unmittelbar vor der Türe, aber dem Trend der letzten Jahre folgend sind immer mehr Bundesbürger unentschlossen was ihre endgültige Wahlentscheidung anbetrifft. Aus diesem Grunde erfreuen sich auch Angebote wie wahl-o-mat.de, welche die eigene Meinung mit der Meinung der angetretenen Parteien abgleichen, großer Beliebtheit.
Das System beim Wahl-O-Mat und vergleichbaren Angeboten ist im Prinzip recht einfach: Der Benutzer nimmt Stellung zu einer Reihe an Thesen und am Ende des Tests wird ermittelt welche Partei der eigenen Anschauung am nächsten kommt.
Da bekanntermaßen nichts leichter ist als mit laufenden Trends Geld zu verdienen gibt es nun auch hier entsprechende Nachahmer, welche über ein sehr ähnlich gestaltetes Angebot den Benutzer kräftig zur Kasse bitten. Konkret geht es um die Webseite wahlinfo2009.de, auch hier werden dem Benutzer Fragen gestellt mit dem Ziel der politischen Meinungsfindung. Der Unterschied offenbart sich dem User indes erst nach der sechsten Frage, dann erfolgt nämlich ein Anmeldeformular mit dem Ziel der Abfrage persönlicher Daten und damit verbunden folgender Fußnote: “Um Missbrauch und wissentliche Falscheingaben zu vermeiden, wird Ihre IP-Adresse bei der Teilnahme gespeichert. Anhand dieser Adresse sind Sie über Ihren Provider: identifizierbar. Durch Betätigung des Button -Jetzt anmelden- beauftrage ich Wahlinfo2009.de, für mich einen Zugang zum angebotenen Test rund um die Bundestagswahl und meiner Parteipräferenz zu generieren. Der einmalige Preis für die Bereitstellung des genannten Tests beträgt 60 € inkl. gesetzlicher Mehrwertssteuer.”
Das Ganze basiert – wie sich leicht erahnen lässt – auf der Tatsache, dass zahlreiche User die Fußnote schicht und einfach übersehen. Wie gesagt gibt es Ähnliches an anderen Orten komplett kostenlos, der Hinweis auf die Kosten ist zudem alles andere als transparent – also aufgepasst!